Wie vermeidet man Slippage im Devisenhandel?

Der Devisenhandel war schon immer ein faszinierender Anlagemarkt für Trader, die schnell Geld verdienen wollten. Die erhöhte Marktvolatilität macht ihn jedoch zu einem der schwierigsten Märkte. Die Volatilität des Marktes ist nicht der einzige Faktor, der über Ihren Erfolg oder Misserfolg ausmacht. Andere Elemente wie Latenz, geringe Liquidität und Slippage-Probleme erfordern ebenfalls Ihre Aufmerksamkeit, um auf dem richtigen Weg zu bleiben. In diesem Artikel geht es um Slippage. Wir zeigen Ihnen auch, wie Sie Slippage-Probleme minimieren und Ihre Handelsleistung verbessern können.

Was ist Slippage?

Slippage bezeichnet eine Situation, in der der Preis, zu dem eine Position eröffnet oder geschlossen wird, vom erwarteten Preis des Händlers abweicht. Dieses Phänomen tritt häufiger bei extremer Volatilität, wirtschaftlichen Ereignissen oder unzureichender Liquidität auf. Die Auswirkungen von Slippage auf eine Position können je nach der Richtung, in der sie auftritt, in beide Richtungen gehen.

Warum kommt es beim Devisenhandel zu Slippage?

Slippage kann verschiedene Ursachen haben. Nachfolgend sind einige davon aufgeführt. 

Marktvolatilität

Wichtige Wirtschaftsdaten oder unvorhergesehene geopolitische Entwicklungen führen zu raschen Preisänderungen bei den zugrunde liegenden Finanzinstrumenten. Dadurch kommt es zu Kursschwankungen und Aufträge werden zu anderen Preisen als erwartet ausgeführt.

Latenzprobleme 

Die Ausführungszeit von Handelsaufträgen ist auf dem Devisenmarkt von entscheidender Bedeutung. Slippage tritt eher auf, wenn die Auftragsausführung langsam ist, insbesondere bei hoher Volatilität.

Wirtschaftsmitteilungen

Zu Preisrückgängen kann es auch aufgrund erheblicher Kursschwankungen kommen, die durch wichtige Konjunkturdaten wie Ankündigungen der Notenbanken oder Beschäftigungszahlen ausgelöst werden.

Geringe Liquidität 

Während weniger aktiver Handelszeiten oder bei bestimmten Währungspaaren mit relativ geringem Handelsvolumen kann es schwierig sein, Käufer und Verkäufer zu bestimmten Preisniveaus zu finden. Aufgrund dieses Liquiditätsmangels kann es zu noch größeren Slippages kommen.

Wie können Sie Slippage beim Forex vermeiden?

Auch wenn es nicht möglich ist, Slippage vollständig zu beseitigen, können Sie viele Schritte unternehmen, um die negativen Auswirkungen auf Ihre Positionen zu verringern. Lassen Sie uns im Folgenden kurz einige davon durchgehen. 

1) Brokerauswahl

Die Zusammenarbeit mit einem Broker mit einem guten Ruf auf dem Devisenmarkt ist unerlässlich. Seriöse Broker greifen nicht in Ihre Handelsgeschäfte ein und leiten Ihre Aufträge blitzschnell direkt an den Markt weiter. Wenn Ihr Broker ein System zur sofortigen Handelsausführung anbietet, werden Sie wahrscheinlich weniger Slippage-Probleme haben. 

2) Vermeiden Sie den Handel mit wichtigen Nachrichten

Um Slippage-Probleme zu vermeiden, sollten Sie mit der Platzierung von Marktaufträgen warten, bis wichtige Wirtschaftsereignisse unmittelbar bevorstehen oder währenddessen. Stattdessen können Sie Limit-Orders verwenden oder warten, bis sich der Markt stabilisiert hat, bevor Sie Trades tätigen.

3) Positionsgröße

Slippage tritt eher in weniger liquiden Märkten auf, insbesondere beim Handel mit großen Positionen. Berücksichtigen Sie daher Ihre Risikobereitschaft und die Marktbedingungen, um Ihre Handelsgrößen angemessen zu halten.

4) Behalten Sie die Marktzeiten im Auge

Bedenken Sie, dass sich die Liquidität und Volatilität des Devisenmarktes von Sitzung zu Sitzung ändern können. Daher können Händler ihre Trades besser planen, um Slippage zu vermeiden, indem sie diese Schwankungen im Auge behalten.

Slippage ist auf dem Devisenmarkt unvermeidlich, kann aber mit vernünftigen Strategien auf ein akzeptables Maß reduziert werden. Händler können die Auswirkungen abmildern, indem sie Limit Orders verwenden, einen zuverlässigen Broker auswählen, große wirtschaftliche Ereignisse meiden und beim Devisenhandel die gebotene Sorgfalt walten lassen.